Rudolf Geißler wird mit dem "Andi" geehrt

Beim Neujahrsempfang würdigt die Gemeinde Rettenbach ihn mit der besonderen Auszeichnung. Das hat gleich mehrere Gründe.
Ein roter Teppich zum Rednerpult mit dem Gemeindewappen hin, rechts und links leuchtende Lichtertüten und festlich geschmückte Stehtische: Am Sonntag präsentierte sich die Rettenbacher Gemeindehalle in einem feierlichen Ambiente. Mit Nele Faigle und Hanna Zielinski an der Querflöte erhielt dieses ein musikalisches Flair.
 


Seit vielen Jahren findet am Dreikönigstag in Rettenbach der Neujahrsempfang mit Gästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft statt. Seit 2013 wird dabei eine Persönlichkeit, die sich auf außergewöhnliche Art in der Gemeinde durch ehrenamtliches Mitwirken verdient gemacht hat, mit dem Ehrenamtspreis „Andi“ ausgezeichnet. Der ist ein auf rotem Grund stehender weißer Esel, das Wappentier Rettenbachs. Damit verbunden ist ein Gutschein über 200 Euro, der beim nächsten Gebührenbescheid der Gemeinde eingelöst werden kann.
Geißler hat sich in vielfacher Weise um die Gemeinde verdient gemacht
Am Sonntag durfte Rudolf Geißler über den roten Teppich schreiten und von Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast diese Auszeichnung in Empfang nehmen. Geißler war 34 Jahre lang Mitglied im Pfarrgemeinderat, davon elf Jahre als Vorsitzender. Von 2002 bis Ende vergangenen Jahres war er Kirchenpfleger. Unter seiner Leitung erfolgten zahlreiche Umbauten und Renovierungen, darunter die Außenrenovierung der Pfarrkirche St. Ulrich, die Sanierung der St.-Alexander-Kirche in Harthausen wie auch der Umbau des alten Kindergartengebäudes zum Pfarrheim. Außerdem war er viele Jahre für die Verwaltung des Kindergartens zuständig.

Rudolf Geißler war auch politisch aktiv: Von 1978 bis 1996 gehörte er dem Rettenbacher Gemeinderat an und ist seit mehr als 60 Jahren Mitglied im CSU-Ortsverband. Für ihn stehe bis heute der Mensch im Mittelpunkt und ohne seinen unermüdlichen und jahrzehntelangen Einsatz wäre das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde um vieles ärmer, würdigte die Bürgermeisterin seine Verdienste. Geißler sprach ebenfalls Dankesworte aus: All seinen zahlreichen Helfern, der Gemeinde für die Zusammenarbeit und die finanzielle Hilfe, ohne die vieles nicht möglich gewesen wäre, und vor allem denen, die, wie er sagte, am Sonntag in der Kirche regelmäßig auch etwas in das „Opferkörble“ legten. Der Neujahrsempfang stand ganz im Zeichen ehrenamtlichen Engagements.
Mit Bürgernähe die Zukunft der Gemeinde entwickeln
Vieles von dem, was Harthausen, Remshart und Rettenbach attraktiv und lebenswert mache, sei von Bürgern auf den Weg gebracht worden. Gleichermaßen wolle man mit neuen Perspektiven, wie dem im vergangenen Jahr angestoßenen Dorfentwicklungskonzept, und mit Bürgernähe die Zukunft der Gemeinde weiterentwickeln. „Bürgernähe macht nicht nur Demokratie lebendig, sie schafft auch Vertrauen“, betonte die Bürgermeisterin. Gerade dieses sei für ein gemeinsames Wirken für die Zukunft unerlässlich.
Neben ihren Wünschen, das neue Jahr mit Erwartung, Mut und Tatkraft zu beginnen, gab es auch beim diesjährigen Neujahrsempfang ein kleines Mitbringsel: einen Glücksklee und eine Stofftasche, auf der das Rettenbacher Schlössle abgebildet ist. (wpet)
 

von links: Dritter Bürgermeister Herbert Sittenberger, Anditräger Rudolf Geißler, Erste Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast und Zweiter Bürgermeister Alexander von Riedheim - Bild und Text: Peter Wieser
von links: Dritter Bürgermeister Herbert Sittenberger, Anditräger Rudolf Geißler, Erste Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast und Zweiter Bürgermeister Alexander von Riedheim - Bild und Text: Peter Wieser


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