Erzähl mal - Wie unsere Kinder die Welt sehen.

Einmal im Jahr kommen in der Rettenbacher Kindertagesstätte St. Raphael die Vorschulkinder zu Wort

Einmal erwachsen, erscheint die Kindheit wie ein ferner Ort, der bis auf die Erinnerungen für immer verschlossen bleibt. Wie denken Kinder – in einer Welt mit eigenen Wahrnehmungen, Regeln und Werten? „Erzähl was“, so heißt das Projekt, bei dem Rettenbachs Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast zusammen mit Jugendreferentin Tanja Joas in jedem Jahr die Kindertagesstätte St. Raphael besucht und dabei in Interviews die Vorschulkinder zu Wort kommen lässt.
 


Am 3. Juli gehörte der Vormittag 13 Kindern, für die nach den Sommerferien die Kindergartenzeit zu Ende ist und die Schulzeit beginnt. Kind sein ist anders: Unbeschwert, träumerisch und begleitet von den verschiedensten Wünschen. „Wenn ich ganz viel Geld hätte, würde ich mir ein Pferd oder ein Einhorn kaufen“, kam zur Sprache, ebenso wie der Traum, einmal einen Porsche oder einen BMW zu fahren. Die späteren Berufe dagegen reichten von „Dem, was der Papa macht“, von der Polizistin, über den Mathematiker bis hin zum Roboter-Erfinder. Und was würden die Kinder ändern, wenn sie Chefin oder Chef der Gemeinde wären? Mit Antworten, wie „Dass die Autos langsamer durch Harthausen fahren“ oder „Eine Ampel beim Penny in Offingen aufstellen“, regten die kleinen Mitbürgerinnen und Mitbürger durchaus auch zum Nachdenken an. In einem aber waren sie sich einig: Ganz wichtig im Leben sind Freunde und Menschen, mit denen man Spaß haben und auf die man sich verlassen kann.
Zum Schulanfang erhalten die Vorschulkinder von Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast in einem Ringbuch zusammen mit Fotos eine Zusammenfassung der Interviews: Eine Erinnerung an eine Zeit, die einmal weit weg ist, wenn man irgendwann wieder darin blättert.
 

Foto: Peter Wieser
Foto: Peter Wieser


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