Emil Wieser erhält den Ehrenamtspreis der Gemeinde Rettenbach

Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Rettenbach steht nicht nur ein erster Gedankenaus-tausch im neuen Jahr, sondern vor allem das Ehrenamt, im Mittelpunkt. Gleichzeitig wird da-bei feierlich der „Andi“ verliehen. Für diejenigen, die es nicht wissen: Der „Andi“ ist ein Esel, das Wappentier der Gemeinde Rettenbach – weiß und auf rotem Grund. Jedes Jahr erhält die-sen eine Persönlichkeit aus Rettenbach, Harthausen oder Remshart, die sich in besonderem Maß in der Gemeinde ehrenamtlich engagiert. Die Regeln dafür sind klar definiert: Zu den eingegangenen Vorschlägen entscheidet letztlich das Los.
 


Emil Wieser aus Remshart ist der achte Ehrenamtspreisträger der Gemeinde. Beim Neujahrs-empfang am Dreikönigstag durfte er in der Rettenbacher Gemeindehalle über den für ihn aus-gelegten roten Teppich schreiten und von Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast den Preis ent-gegennehmen. Verbunden ist der Ehrenamtspreis mit einem Gutschein in Höhe von 200 Euro, der beim nächsten Gebührenbescheid der Gemeinde eingelöst werden kann.
Emil Wieser ist als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und der Faschingsfreunde Remshart seit Jahrzehnten in der Gemeinde ehrenamtlich tätig, übernimmt Bewirtungen bei Veranstal-tungen und organisiert regelmäßig die Fußball-Europa- und Weltmeisterschaftsübertragungen im Ort. Als aktiver Tischtennisspieler beim FC Reflexa Rettenbach trainiert und betreut er gleichzeitig die Tischtennis-Jugend. „Ich freue mich“, sagte Emil Wieser. „Heimat ist da, wo man sich wohlfühlt“, so hatte sich Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast zuvor an die Gäste, darunter zahlreiche Vereinsvorstände sowie Bürger, die sich ehrenamtlich in der Gemeinde einbringen, gewandt. Gerade diese Personen würden aktiv das Umfeld mitgestalten, stellten vieles auf die Beine und bereicherten das Leben von Rettenbach, Harthausen und Remshart, betonte die Bürgermeisterin.
In ihrem Blick auf das vergangene Jahr zog sie einen Vergleich zur Fußballweltmeisterschaft der Damen und zur Handballweltmeisterschaft der Herren: Zu Sportlern, die mit Durchhalte-vermögen und Kämpfergeist die Gunst der Stunde genutzt hätten. Ein Ziel vor Augen zu ha-ben und dafür alle Kraft einzusetzen, das sei nicht nur olympische Idee, sondern auch das Motto politischen Handelns. Auch die Gemeinde Rettenbach habe Chancen wahrgenommen, wie den flächendeckenden Glasfaserausbau mit einer Übertragungskapazität von bis zu einem Gigabit pro Sekunde sowie das Dorfentwicklungskonzept, mit dem die Gemeinde hohe För-dergelder in Anspruch nehmen könne, so Dietrich-Kast. „Rettenbach – lebendig und nah“, das sei nicht nur ein Slogan, mit ihrer Infrastruktur gewinne die Gemeinde im Landkreis weiter an Bedeutung und ein Mehr an Lebensqualität. In einem neuen Augenblick neue Horizonte zu erkennen, sich mit Kraft und Zuversicht auf einen gemeinsamen Weg in die Zukunft zu ma-chen, das wünschte sich Sandra Dietrich-Kast. Außerdem hoffe sie nicht nur auf ein erfolgrei-ches Jahr, sondern auch auf ein solches mit „viel Schwung“.
Begleitet wurde der Neujahrsempfang wieder feierlich von einem Ensemble der Musikschule Gundremmingen, Offingen und Rettenbach mit Klara Grau und Lena Frei an der Querflöte sowie Simon Musselmann an der Gitarre.
 

Ehrenamtspreisträger Emil Wieser, Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast, 2. Bürgermeister Alexan-der von Riedheim und 3. Bürgermeister Herbert Sittenberger - Text und Foto:  Peter Wieser
Ehrenamtspreisträger Emil Wieser, Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast, 2. Bürgermeister Alexan-der von Riedheim und 3. Bürgermeister Herbert Sittenberger - Text und Foto: Peter Wieser


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